Reismehl

Die glutenfreie Alternative zu Weizenmehl

Dass Reis in Asien als wichtigstes Grundnahrungsmittel zählt, ist lange kein Geheimnis mehr. Die Verwendung des Reiskorns beschränkt sich allerdings bei Weitem nicht auf gekochten Reis, denn dieser eignet sich auch ideal, um weiterverarbeitet zu werden. Während Reis die Basis für Reismehl darstellt, wird dieses wiederum für die Herstellung von vielen weiteren Produkten wie Reisnudeln oder Reispapier genutzt, die aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken sind. Hier erfährst du alles, was du über den Umgang mit Reismehl wissen musst, um in der Küche erfolgreich zu sein.
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Moodfoto: Klebereis in geflochtenem, hohen Gefäß mit Deckel daneben. Lose Reiskörner daneben. Fotografiert auf hellbeigem Untergrund.

Vom Reiskorn zum Reismehl

Der Weg vom Reiskorn zum Reismehl ist kein besonders weiter. Meist wird das Mehl aus sogenanntem Bruchreis gewonnen, das sind jene Körner, die während der Reisproduktion beim Schälen, Sortieren oder Schütteln zerbrechen. Da diese die Qualität von Reis mindern, werden sie ausgesiebt und für die Herstellung von Reismehl verwendet. Meist entsteht Reismehl aus poliertem Langkornreis. Das daraus resultierende Mehl ist schneeweiß, viel feiner als das bei uns bekannte Weizenmehl und hat einen sehr neutralen Geschmack. Aber auch Naturreis beziehungsweise brauner Reis kann für die Herstellung von Reismehl verwendet werden. Dementsprechend hat das entstandene Mehl dann eine eher braune Farbe und schmeckt etwas nussiger als weißes Reismehl. 

Außerdem gibt es Klebereismehl, das, wie der Name schon vermuten lässt, aus der gleichnamigen Reissorte hergestellt wird. Auch dieses ist weiß und findet vor allem bei der Herstellung von Mochi, also süßen japanischen Reisküchlein, Verwendung.

Sogar zu Hause kannst du ganz schnell dein eigenes Reismehl herstellen. Dies funktioniert mit einer sehr feinen Kaffee- oder Getreidemühle. Dafür mahlst du einfach die Reiskörner, bis du die Konsistenz des Mehls als fein genug erachtest.

Moodfoto: Unterschiedliche Reissorten in diversen Gefäßen, lose Reiskörner vom schwarzen Reis neben dem Reisbeutel. Fotografiert auf hellgrauem Stoffuntergrund. Hochformatige Aufnahme.

Der Geheimtipp bei Glutenunverträglichkeit

In der asiatischen Küche ist Reismehl ein Must-have. Es wird meist als Verdickungs- und Bindemittel für Saucen verwendet, da es aufgrund seines neutralen Aromas den Geschmack kaum beeinflusst. Auch für Ausbackteige oder flache Teige, die nicht aufgehen müssen, wird es in Asien oft verwendet. Bei Süßspeisen wie japanischen Mochi, koreanischen Tteok oder Songpyeon oder als Bindemittel für Pudding spielt die eine oder andere Variante des Mehls außerdem eine wichtige Rolle. Einzig zum Backen solltest du das Mehl nur bedingt nutzen, da es glutenfrei ist und dementsprechend der Teig nicht aufgehen kann. Für all diejenigen, die an einer Glutenunverträglichkeit beziehungsweise Zöliakie leiden, stellt Reismehl also eine hervorragende Alternative dar.

Aber nicht nur beim Kochen findet das aus Reis gewonnene Mehl Verwendung: Es wird auch zu anderen, in der asiatischen Küche essenziellen Produkten, wie Reisnudeln oder Reispapier weiterverarbeitet. Was ist wohl der Unterschied zwischen Reis- und Glasnudeln?