Ramen

Die beliebte japanische Nudelsuppe

Ramen gewinnt weltweit laufend an Popularität. Kein Wunder, denn die japanische Nudelsuppe hat kulinarisch so einiges zu bieten. Mit den kleinen getrockneten Nudelpäckchen, die du bei uns für 99 Cent im Supermarkt findest, hat das Original nämlich so gut wie nichts gemein. Das japanische Gericht überzeugt nicht nur durch seine zahlreichen, unterschiedlichen Zubereitungsformen, sondern besonders auch durch seine frischen Zutaten und die geschmackvolle, selbst gemachte Brühe.
Inhalt
Ramen Kochkurs Wien - Paitan Ramen in der Ramen Masterclass

In der Nudel liegt die Kraft

Wie das Gericht selbst, wird auch die in der Suppe verwendete Nudel als Ramen bezeichnet. Hierbei handelt es sich um einen Teig aus Weizenmehl, Wasser und Salz. Die spezielle Zutat bei Ramen-Nudeln ist außerdem das sogenannte „kansui“, ein carbonhaltiges Wasser-Gemisch, das übersetzt so viel wie Salzwasser bedeutet. Es soll den Nudeln eine gelbliche Farbe und eine feste Konsistenz verleihen.

Die Reise von China nach Japan

Eigentlich ist Ramen eine japanische Adaption eines chinesischen Gerichtes. Dabei gibt es mehrere Theorien, wie die Nudel nach Japan kam. Eine davon besagt, dass das Gericht schon in den 1660er-Jahren seinen Weg nach Japan fand. Die etwas wahrscheinlichere Variante, die auch im Yokohama Ramen Museum erzählt wird, ist jedoch, dass Ramen im Jahre 1859 zum ersten Mal in Japan gegessen wurde. Die frühe Version des Gerichtes bestand Aufzeichnungen zufolge aus Weizennudeln mit Brühe und geröstetem, chinesisch-gewürztem Schweinefleisch als Topping.
Koreanische Ramen mit Ei, Misopaste, Nudeln und Nori

Welche Brühe is die Richtige?

Traditionell wird die Ramen-Brühe in drei oder vier verschiedene Hauptkategorien eingeteilt. Diese Kategorien sind „Shio“, „Shoyu“ und „Miso“. Meist wird die sogenannte „Tonkotsu“ als vierte Variante gezählt. Aber was bedeuten diese Bezeichnungen und was zeichnet die unterschiedlichen Brühen eigentlich aus?

„Shio Ramen“ – Die Salzige

Shio Ramen ist eine klare, gelbliche Brühe, die eine große Menge an Salz beinhaltet. Sie wird meist aus einer Kombination aus Hühnchen, Gemüse, Fisch und Algen gewonnen. Gelegentlich kommen zusätzlich auch Schweineknochen zum Einsatz, die kurz mitgekocht werden. Shio ist die älteste Variante der beliebten Nudelsuppe und kann in ganz Japan gefunden werden. Typische Toppings bei Shio sind neben Ramen-Nudeln die sogenannten Kamaboko und Umeboshi. Kamaboko ist eine bestimmte Form von Surimi, Umeboshi eine eingelegte, japanische Pflaume.

„Shoyu Ramen“ – Mit Sojasauce

Shoyu Ramen ist eine klare, bräunliche Brühe. Ihren Namen “Shoyu” bekommt sie von der darin enthaltenen Sojasauce, die ihr ein salziges, dennoch leichtes Aroma verleiht. Die Brühe wird meist aus Hühnchen und Gemüse, gelegentlich auch aus Fisch oder Rind gewonnen. Meist wird Shoyu-Ramen mit gewellten anstelle von geraden, glatten Nudeln serviert. Als Toppings kommen meist Frühlingszwiebel, Nori, Bohnensprossen, Bambussprossen, Kamaboko und gekochte Eier zum Einsatz. Gelegentlich wird auch fein geschnittenes Rindfleisch dazu serviert.

Tischsituation Dashi in Glas

„Miso Ramen“ – Mit Misopaste

Wie der Name schon verrät, ist Hauptgeschmackgeber von Miso Ramen die würzige Misopaste. Typischerweise handelt es sich auch hierbei um Hühnchen- oder Fischbrühe. Sie ist eher ein Newcomer unter den Ramen-Variationen Japans und hat ihre Wurzeln im Hokkaido der 60er-Jahre. Als Toppings beliebt sind Bohnenpaste, Sesam, Mais, Porree, Zwiebeln, Bohnensprossen, Kraut, Knoblauch und Schweinefaschiertes. Die Nudeln sind ähnlich wie bei Shoyu-Ramen gewellt, allerdings etwas dicker und bissfester.

„Tonkotsu“ – Aus Schweineknochen

Tonkotsu hat typischerweise ein weißliches und etwas trübes Erscheinungsbild. Es handelt sich dabei um eine intensive Brühe aus Schweineknochen, die über mehrere Stunden gekocht wird. So erhält sie auch ihr kraftvolles Aroma. Neben Ramen-Nudeln enthält das Gericht meist Schweinebauch, Kombu, Bohnenpaste, Frühlingszwiebel, Sesam und ein gekochtes Ei.