Soba

Die Nudel aus Buchweizen

„Soba“ ist eigentlich das japanische Wort für Buchweizen. Gemeint ist im Alltag allerdings meist die gleichnamige Nudel aus Japan, die genau aus diesem gewonnen wird. Ursprünglich entstand sie nämlich bloß aus zwei Zutaten: Wasser und Buchweizen. Da sie aufgrund des hohen Buchweizenanteils allerdings leicht brüchig wird, besteht die Nudel heutzutage größtenteils aus einer Mischung aus Weizenmehl und Buchweizen. Hier erfährst du alles Wissenswerte, über die beliebte japanische Nudel. Z.B. wie du sie am besten in der Küche einsetzt oder warum sie auch „japanische Erdnuss“ genannt wird.
Inhalt
Jyuwari Soba - Echte Soba Nudeln

Getreide oder kein Getreide?

Traditionell wird sie aus Buchweizen hergestellt. Der Name Buchweizen kann da schon mal irreführend sein, denn auch, wenn der Weizen im Namen steckt, handelt es sich dabei eigentlich nicht um Getreide. Er gehört vielmehr zur Familie der Knöterichgewächse und nicht, wie der Weizen, zu der Familie der Süßgräser. Deshalb ist die Nudel in ihrer Ursprungsform glutenfrei und gerade bei Personen mit Zöliakie sehr beliebt. Nichtsdestotrotz solltest du Soba beim ersten Mal mit Vorsicht genießen, denn auch wenn sie glutenfrei ist, ist sie trotzdem nicht für jeden gleich gut verträglich.

Die japanische Erdnuss?

So gut sich der Buchweizen und damit die Soba Nudel für Menschen mit Glutenunverträglichkeit eignet, so gefährlich ist sie für Personen mit Buchweizenallergie. Diese ist nämlich in Japan eine der häufigsten Lebensmittelallergien bei Kindern. Sie ähnelt in ihrem Verlauf sehr stark der bei uns bekannten Erdnuss-Allergie. Da in unseren Breiten der Buchweizen allerdings traditionell nicht so weit verbreitet ist, wissen die Betroffenen meist nicht einmal über die Allergie Bescheid. Um auf die Allergie aufmerksam zu machen, wurde in Sapporo, in einem der ältesten Soba-Restaurants der Stadt eine Aktion gestartet. Dort wurden, beim Betreten des Restaurants, kleine, abwaschbare Tattoos mit japanischen Motiven an die Gäste verteilt. Diese wurden mit einer Soba-Brühe auf die Haut aufgebracht. Bei einer Allergie reagierte die Haut, indem sie sich rot färbte. Leitspruch der Aktion war „When it comes to food allergies, soba is the peanut of Japan.” So sollten insbesondere Touristen auf die ihnen meist unbekannte Allergie aufmerksam gemacht werden, die im Verlauf einer typischen Erdnussallergie ähnelt.
Produktfoto: Hakubaku - Bio Soba Nudeln

Die älteste Nudel Japans

In ihrer Ursprungsform besteht die Soba-Nudel bloß aus Wasser und Buchweizen. Heutzutage muss sie allerdings, um als Soba zu gelten, bloß noch einen Buchweizenanteil von 30 % aufweisen. Dies ist in Japan sogar innerhalb eines Gesetzes geregelt. Typischerweise weist die Nudel aufgrund ihres Anteils an Buchweizen eine grau-braune Farbe auf. Am besten schmeckt sie natürlich frisch zubereitet und handgeschnitten, getrocknet sind die Nudeln jedoch besser haltbar und überall erhältlich. Dabei handelt es sich sogar um eine der wichtigsten und ältesten Nudelsorten Japans. Die Japaner kennen und lieben die Buchweizennudel sogar schon länger als die ebenfalls weit verbreiteten Sorten wie Udon oder Ramen. Unabhängig davon wohin du dich in Japan begibst, du kannst dir sicher sein, ein Soba-Restaurant ist nicht weit.

Produktfoto: Hakubaku - Bio Cha Soba Nudeln

Die Namensfalle “Soba”

Die Anwendungsgebiete der japanischen Nudel in der Küche sind so weitläufig wie auch ihre Verbreitung im Land. Von der Form her ähnelt sie stark der Spaghetti und kann genau wie diese bei einer Vielzahl von Gerichten eingesetzt werden. Doch Vorsicht: Wo Soba draufsteht, muss nicht immer Soba drin sein. Es gibt nämlich ein paar Ausnahmen, wie Yakisoba, Chuckasoba oder Okinawa Soba. Hier ist der Name etwas irreführend gewählt, da die Gerichte tatsächlich ohne Soba-Nudeln zubereitet werden.

Soba in der japanischen Küche

In der Regel kannst du allerdings davon ausgehen, dass bei Gerichtsbezeichnungen mit Soba auch die Buchweizennudel gemeint ist. So wird sie z.B. warm serviert, indem sie in Gerichten wie Kake Soba oder Sansai Soba als Suppeneinlage dient. Die einfachste Art und Weise sie zu genießen ist dagegen die Nudeln an heißen Sommertagen mit einem kühlen Dip, nämlich dem Tsuyu anzurichten. Dieser besteht meist aus Brühe, Wasser und Mirin.