Reispapier

Lampenherstellung, Malerei oder doch für die Küche?

Reispapier ist nicht gleich Reispapier, denn der Begriff beschreibt drei verschieden Produkte. Wusstest du beispielsweise, woraus das Papier gewonnen werden kann, wie viele Reispapierplatten an einem Tag hergestellt werden können und wie du es schaffst es in der Küche zu verarbeiten, ohne es zu zerbrechen? Hier erfährst du alles über die wundersame Reise: vom Reiskorn zum Reispapier.
Inhalt
Produktfoto: Reispapier für Sommerrollen Packung

Vom Reismehl zum Reispapier

Ist von Reispapier die Rede, kann es schnell zu Missverständnissen kommen, denn es gibt verschiedene Arten von Reispapier. Das Chinesische wird aus dem gleichnamigen Reispapierbaum oder aus den Fasern der Rinde eines Maulbeerbaumes gewonnen. Verwendet wird es vor allem beim Malen von Aquarellen, da das Papier die Flüssigkeit besser aufsaugt. In Japan werden sogar Lampen mit Reispapier bespannt. Dieses wiederum wird aus Reisstroh hergestellt, das nach der Reisernte übrig bleibt.

Das in der Küche relevante Reispapier kommt allerdings meist aus Vietnam und wird aus Reismehl hergestellt. Auch hier wird, wie bei der Herstellung von Reisnudeln, meist Tapiokastärke hinzugefügt, damit die Papierplatte nachher robuster und rissfester ist.

 Bei der Herstellung wird dem Mehl nach und nach Wasser beigemengt, bis eine geschmeidige Paste entsteht. Diese Paste wird dann auf ein Trägermaterial, wie ein Stück Stoff, dünn aufgetragen und über kochendem Wasser gegart. Zum Schluss wird das Reispapier vorsichtig gelöst und auf Bambusmatten zum Trocknen gelegt, was dem Papier auch seine typische Struktur verleiht. Bei der professionellen Herstellung schafft eine einzige Person dabei ca. 1.600 Reisblätter pro Tag.

Produktfoto: Reispapier für Frühlingsrollen

So kannst du das harte Papier verarbeiten

Für die Verwendung in der Küche muss das Reispapier zuerst einige Sekunden in lauwarmes Wasser gehalten werden, da das trockene Papier nicht formbar ist, sondern bricht. Mit Wasser lässt sich das Papier nachher problemlos rollen. Verwendet wird es daher für Frühlings- und Sommerrollen. Während Erstere nach dem Füllen frittiert werden, bleiben die vietnamesischen Sommerrollen roh und sind dadurch eine viel leichtere Variante.

Beide Gerichte eignen sich aufgrund der Eigenschaften des Reismehls auch ausgezeichnet für Leute mit einer Glutenunverträglichkeit. Wie genau du mit Reispapier arbeitest und worauf du beim Einrollen achten musst, lernst du in unseren Kursen zu den Themen “Vietnam Streetfood”, “Vietnam Kitchen” und “Gyoza, Wantan & Co.

Reispapier in unserem Shop