Reisnudeln

Die weiße Nudel für Pho und Sommerrolle

Reisnudeln sind aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken. Die neutral schmeckenden Nudeln werden aus Reismehl gewonnen und sind ein Hauptbestandteil vieler auch bei uns beliebter, asiatischer Gerichte. Warum du die Reisnudel nicht mit der Glasnudel verwechseln solltest, welche regionalen Arten es gibt und für welche Gerichte du die Reisnudel idealerweise verwendest, erfährst du hier.
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Moodfoto: Reisbandnudeln breit, auf silberner Servierschale, auf Papieruntergrund.

Vom Reismehl zur Reisnudel

Mindestens genauso wichtig in der asiatischen Küche wie Reismehl, sind die daraus entstandenen Reisnudeln. Grundsätzlich werden diese aus Reismehl und Wasser hergestellt, oft enthalten sie aber zusätzlich Mais- oder Tapiokastärke, um die Textur etwas beeinflussen zu können. Reisnudeln ähneln in ihrer Form prinzipiell den bei uns bekannten Weizennudeln. Sie sind in verschiedenen Formen, nämlich mit einer Breite von 1 – 10 mm erhältlich. Ihre Farbe bekommen die Nudeln vom Reismehl: Sowohl vor als auch nach dem Kochen sind sie nämlich schneeweiß. Oft werden Reisnudeln hierzulande mit Glasnudeln verwechselt. Diese werden allerdings meist aus Mungobohnen gewonnen und sind nach der Zubereitung  durchsichtig. Die Garzeit der Glasnudeln kann sich je nach Dicke der Nudel sehr stark unterscheiden. Während sehr feine Varianten oft nur mit heißem Wasser übergossen werden, kann es bei breiteren Nudeln schon einmal sein, dass sie eine Zeit lang gekocht werden müssen. Hier empfiehlt es sich also, wie bei allen Nudeln, auf die Angaben auf der Verpackung zu achten.

Geschmacklich sind die Nudeln, wie auch das Mehl eher neutral, weshalb sie hervorragend das Aroma von Saucen und Suppen aufnehmen. Da sie aus Reismehl entstehen, sind Reisnudeln, wenn nicht anders gekennzeichnet, immer glutenfrei und es gibt sie in verschiedenen Varianten: Wird braunes Reismehl verwendet, entstehen daraus natürlich braune Reisnudeln. Typischerweise werden sie allerdings aus weißem Mehl hergestellt. Kaufen kannst du sie sowohl frisch als auch getrocknet oder tiefgekühlt.

Moodfoto: Getrocknete Vermicelli Reisnudeln in eckigem Metallgeschirr. Im Hintergund ein Sieb, fotografiert auf Papieruntergrund.

Reisnudel = Reisnudel?

Auch wenn die Reisnudeln ihre Wurzeln in Südchina haben, sind sie besonders in Indonesien, Thailand und Vietnam beliebt, wo sie als wichtiger Bestandteil zahlreicher regionaler Gerichte gelten. In Indonesien beispielsweise gibt es eine Variation von Nasi beziehungsweise Bami Goreng, die aus Reisnudeln hergestellt wird, nämlich das Mihun Goreng. Das bei uns bekannteste thailändische Reisnudelgericht ist wohl Pad Thai, ein dort typisches Streetfood-Gericht. In Vietnam wird grundsätzlich zwischen zwei Arten von Reisnudeln unterschieden: den feinen „Bun“ und den dickeren „Pho“. Pho kennst du vielleicht von der gleichnamigen Brühe Phở Bo oder Phở Ga, je nachdem ob sie mit Rind oder Huhn gekocht wird. Aber auch vietnamesische Sommerrollen leben von den darin (und darum) enthaltenen Reisprodukten. Neben Reisnudeln beinhalten sie nämlich noch ein weiteres Produkt aus Reismehl: Reispapier.