Udon

Die dickste Nudel Japans

Udon-Nudeln sind besonders der japanischen Küche zuzuordnen. Es handelt sich dabei um dicke, bissfeste Weizennudeln aus Mehl, Wasser und Salz, die typischerweise in einer schmackhaften Dashi-Brühe serviert werden. Sie sind breiter als Soba-Nudeln und weisen meist eine runde Form auf. Der Teig der Nudeln ist oft schwer zu kneten, weshalb manche traditionelle Hersteller darauf schwören, den Teig zur besseren Verarbeitung zu stampfen. Haben wir deine Neugier geweckt, dann erfährst du hier mehr über die beliebte japanische Weizennudel.
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Moodfoto: Zwei getrocknete Udon Weizennudeln-Bündel auf Papieruntergrund.

Wo liegen die Wurzeln der Udon-Nudeln?

Die früheste Variante der Udon-Nudeln entstand vermutlich in China und wurde zwischen 600 und 900 n .chr. nach Japan gebracht. Es wird vermutet, dass die frühere Variante eher Ähnlichkeiten mit einem asiatischen Dumpling, als mit der heute bekannten Nudel hatten. In manchen Teilen Japans werden sie, anstelle der üblichen langen Stränge, noch heute in kleine knödelähnliche Vierecke geschnitten. Normalerweise weisen sie allerdings eine nudelartige Form, mit einem Durchmesser von 2,0 – 3,9 cm auf und sind damit die dicksten Nudeln Japans. Gelegentlich können sie jedoch, statt rund, auch platt oder etwas dünner sein.

Produktfoto: Hakubaku - Bio Udon Nudeln

Wie werden Udon serviert?

Typischerweise werden sie als Nudelsuppe in heißer Brühe serviert. Nichtsdestotrotz gibt es auch viele Varianten, bei denen die Nudeln gebraten oder sogar kalt gereicht werden. Die einfachste Variante sie zuzubereiten sind z.B. Kake Udon. Dabei werden die Nudeln einfach mit Dashi-BrüheSojasauce und Mirin serviert. Miso Nikomi Udon werden, wie der Name bereits verrät, mit Gemüse in Miso-Suppe gekocht. Udon Suki beschreibt eine Version des Hot Pots, bei dem gekochte Udon-Nudeln gemeinsam mit Gemüse und diversen Arten von Brühen gereicht werden. Yaki Udon dagegen werden gebraten und mit Sojasauce, Sesamöl und diversen Gemüsesorten, wie Frühlingszwiebel und Pak Choi zubereitet. Auch mit Hühnchen oder Ente harmonieren sie ganz hervorragend. Eine kalte Version der Nudeln stellt beispielsweise das sogenannte Zaru Udon dar. Diese werden typischerweise auf einer Bambusmatte in Kombination mit einer speziellen Dipsauce serviert

Tischsituation Nudeln mit grüner Currypaste, Pilzen und grünem Gemüse in einer grauen Schale. Wasserglas oben, Besteck daneben, alles auf einem grauen Tischtuch.

Wie werden Udon gegessen?

Abhängig von der Art des Gerichtes variiert auch die Art und Weise, wie sie am besten konsumiert werden. Bei Zaru Udon z.B. werden die Nudeln nach und nach in die zugehörige Dipsauce getaucht. Udon, die in einer Suppe oder Sauce serviert werden, werden typischerweise geschlürft. Dafür führst du die Nudeln mit Stäbchen zum Mund und schlürfst die Nudel dann einfach auf. Auch, wenn das bei uns als unhöflich gilt, ist es in Japan nämlich Gang und Gäbe. Das Schlürfen soll nämlich das Aroma verstärken und den Nudeln ein schnelleres auskühlen ermöglichen. Beinhaltet das Gericht eine Art von Brühe wird diese dagegen direkt von der Schüssel getrunken. Auf Suppenlöffel kannst du dabei also getrost verzichten.