Koriander

Während die getrockneten Korianderfrüchte weltweit in vielen Gewürzmischungen beliebt sind, spaltet frischer Koriander die Gemüter wie kaum ein anderes Produkt, denn entweder man liebt oder hasst ihn. Europäer empfinden den Geschmack oft als seifig und unangenehm, während gerade sein außergewöhnliches Aroma in Asien und Lateinamerika begehrt ist. Durch regelmäßigen Konsum von frischem Koriander kann sich die sensorische Wahrnehmung allerdings auch zum Positiven verändern. Schreibt ihn also nicht gleich ab, denn Koriander ist ein wichtiger Bestandteil vieler Gerichte und verleiht ihnen sowohl optisch als auch geschmacklich den letzten Schliff.

Anbau & Botanik

Spitznamen wie „Wanzendill“ stammen vermutlich vom griechischen Wort „koris“ für „Wanze“ und „aneson“ für „Dill“. Diese Bezeichnung leitet sich höchstwahrscheinlich vom Duft der frischen Pflanze und der unreifen Samen ab, der manche an den unangenehmen Geruch diverser Wanzenarten erinnert. Der im Englischen ebenfalls gebräuchliche Name „Cilantro“ bezieht sich ursprünglich auf den vor allem in Lateinamerika verwendeten langen Koriander. Andere Bezeichnungen sind außerdem „Arabische Petersilie“, „Chinesische Petersilie“ oder „Indische Petersilie“. Diese Namen sind zum einen auf die optische Ähnlichkeit zur glatten Petersilie, zum anderen aber auch auf die ähnliche Verwendungsweise zurückzuführen.

Wie auch Petersilie oder Dill, zählt Koriander zu den sogenannten Doldenblütengewächsen. In der Küche finden fast alle Bestandteile der Pflanze, nämlich Korianderfrüchte, -blätter und -wurzeln Verwendung. Geschmacklich unterscheiden sich Samen und Blätter jedoch stark voneinander, weshalb sie beim Kochen nicht einfach substituiert werden können.

Der zeitliche und örtliche Ursprung des Korianders ist schwer einzuordnen, da in zahlreichen Orts- und Kulturkreisen Nachweise für die Verwendung des Gewürzes gefunden werden können. So wurde Koriander zum Beispiel schon auf einer 5000 Jahre alten Tontafel eines babylonischen Königs oder im alten Ägypten im Grab Tutenchamuns gefunden. Als eigentliches Herkunftsgebiet wird allerdings der östliche Mittelmeerraum vermutet. Heute wächst er fast überall, da er sich recht einfach kultivieren lässt, wird aber besonders in den Regionen gezüchtet, in denen er sich auch in der Küche größter Beliebtheit erfreut. Während in Mexiko, Nordafrika, Vietnam und Thailand zum Beispiel auch die Blätter und Wurzeln verwendet werden, sind in Europa besonders die Korianderfrüchte von Bedeutung.

Aroma & Verwendung

Korianderfrüchte schmecken leicht nussig. Ihr Aroma lässt sich vielseitig kombinieren, weshalb sie als Bestandteil vieler Gewürzmischungen wie zum Beispiel Currypulver, Garam Masala, Berbere, Ras el-Hanout oder Baharat eingesetzt werden. Auch in der westlichen Küche verwendet man sie schon seit Langem als Gewürz für Brot und Gebäck.

Korianderblätter dagegen haben eine intensive Frische und werden vor allem in den Küchen Indiens, Chinas, Thailands und Vietnams gern eingesetzt, um Suppen, Currys und Salate zu würzen. Korianderwurzeln werden vor allem für Thai-Currypasten verwendet. Die lateinamerikanische Küche verwendet frischen Koriander für Ceviche, Guacamole und zahlreiche Arten von Salsas. Aber auch in Georgien oder im Jemen wird er gerne für die Zubereitung der Gewürzpaste „Zhoug“ genutzt.

Bei ConFusion lernst du den richtigen Einsatz von Koriander gleich in mehreren Kursen: Während zum Beispiel bei Thai Currys mit den Korianderwurzeln und -blättern gearbeitet wird, wird die Korianderfrucht als Bestandteil von Garam Masala in der Indischen Gewürzküche eingesetzt.

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